Warum man die Digitalisierung nicht ignorieren sollte

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Besuch beim Bürgermeister und im Gemeinderatsaal von Meran

Wie die neuen Technologien unser Leben und das Lernen verändern, war Thema einer Erasmus+-Projektwoche an der TFO Meran

„Digitalisierung beschleunigt alles!“, sagte Patrick Ohnewein und demonstrierte am Beispiel von Tesla, wie moderne Entwicklungszyklen aussehen. Der Leiter des Bereichs „Digitalisierung“ am NOI-Techpark eröffnete an der TFO Meran eine Projektwoche, die ganz im Zeichen der neuen Technologien stand.

Gemeinsam mit der Fachoberschule Ansbach bei Nürnberg hat die technologische Fachoberschule „Oskar von Miller“ von Meran eine zweijährige Finanzierung über das europäische Bildungsprogramm „Erasmus+“ erhalten.  Unter dem Motto „Wissen teilen, gemeinsam digitale Bildung gestalten“ werden von 2019 bis 2021 an beiden Schulen Projektwochen für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildung für Lehrpersonen organisiert. „Digitalisierung und alpine Technologien“ lautete der erste Teil der insgesamt vier Projektwochen in den zwei Schuljahren.

Digitalisierung in Südtirol

„Siri“ weiß, wo man das nächste Wochenende in den Dolomiten verbringen könnte, und „Alexa“ gibt Tipps zu den schönsten Radwegen im Südtiroler Herbst. Was wie eine Utopie klingt, ist heute Realität. Die Digitalisierung in der Tourismusbranche sei nur ein Beispiel, was der „Open Data Hub Südtirol” für die Wirtschaft bedeutet, erklärte der Leiter von „Unit Digital“ im NOI-Techpark.  „Nur Daten, die untereinander vernetzt, präzise und auf dem neuesten Stand sind, erlauben den Suchmaschinen, vollständige Informationen zu finden und weiterzugeben“, erklärte Ohnewein.

An der EURAC stellte der Forschungsgruppenleiter am „Institut  für Erneuerbare Energie“, Daniele Vettorato, den Schülern aus Deutschland und Südtirol das Konzept der „Smart City“ vor und zeigte am Beispiel von Bozen und Trient, wie die neuen Technologien unsere Städte verändern werden, etwa bei der Einsparung von Energie, der Lösung der Mobilitätsfrage oder in der Verwaltung und Kommunikation.

terraXcube und EURAC

Konkret erlebte die Projektgruppe im „terraXcube“, wie modernste Technologie im Wissenschaftszentrum NOI-Techpark in Bozen die Forschung vorantreibt.  „Von Schneestürmen auf den Gipfeln des Himalayas bis hin zur Gluthitze nordafrikanischer Wüstengebiete, lassen sich in den Klimakammern des terraXcube die extremsten Klimabedingungen der Erde simulieren und so Kenntnisse gewinnen, wie sich das Extremklima auf den Menschen, auf ökologische Prozesse und auf technische Produkte auswirkt“, erklärte Christian Steurer, der Leiter des interdisziplinären Forschungszentrums. Eventmanager Pier Paolo Mariotti gab den Schülern einen Einblick in die angewandte Forschung an der Eurac Research.  Das Zentrum startete 1992 mit zwölf Mitarbeitern, die in den Bereichen Sprache und Recht, Minderheiten und Autonomien sowie alpine Umwelt forschten. Heute forschen hier an 13 Instituten rund 400 Wissenschaftler aus über 25 Ländern.

Digitales Lehren und Lernen

Wie sich die Digitalisierung auf das Bildungswesen auswirkt und konkret im Schulalltag umgesetzt wird, demonstrierten Alex Trojer und Michael Hillebrand am Beispiel des Meraner Realgymnasiums und der Technologischen Fachoberschule. Vor Ort konnte sich die Projektgruppe bei „Salewa“ in Bozen über moderne Logistik und die Digitalisierung in Unternehmen ein Bild machen.  Die Erasmus+-Projektwoche, die von TFO-Vizedirektor Josef Prantl und Michael Hillebrand organisiert wurde, endete nach einer Gletscherfahrt in Schnals mit einem Empfang durch Bürgermeister Paul Rösch und Stadtrat Stefan Frötscher im Meraner Rathaus. Begleitet wurde die Gruppe aus Ansbach von Birgit Auerswald und Oliver Knauer. „Learning Apps“ stehen im Mittelpunkt einer Fortbildung für Lehrpersonen im kommenden November in Ansbach.

 

 

 

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