
Nach 8 Jahren fand an unserer Schule wieder eine externe Evaluation statt. Auf der Plenarsitzung wurden die Ergebnisse nun dem Kollegium vorgestellt. Sie zeichnen ein vielschichtiges, differenziertes Bild der Technologischen Fachoberschule Meran, das sowohl klare Stärken als auch zentrale Entwicklungsfelder sichtbar macht. Ein häufig genannter Wunsch betrifft die Wiederaufnahme von Ausflügen, Lehrausgängen und Projekten. Diese werden sowohl als wichtig für die Klassengemeinschaft als auch für die praxisnahe Vorbereitung auf die Arbeitswelt angesehen. Ergänzend werden klassenübergreifende Projekte, sportliche Aktivitäten sowie der Ausbau des Praxisunterrichts angeregt.
Kritisch äußern sich viele zum Zustand des Schulgebäudes. Dieser wird als veraltet und teilweise desolat beschrieben. Positiv hervorgehoben werden hingegen die neuen Klassenräume und die gut ausgestatteten Labors, verbunden mit dem Wunsch, die sogenannten fliegenden Klassen abzuschaffen und einen angemessenen Pausenhof zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wunsch nach einer Wiedereröffnung der Schulbar, günstigen Verpflegungsangeboten sowie einem Getränke- und Snackautomaten. Die Präsenz von Tieren im Schulbereich wird vereinzelt kritisch gesehen. Zum Unterricht wird insgesamt eine hohe Qualität – insbesondere in den fachrichtungsbezogenen Fächern – attestiert. Gleichzeitig gibt es deutliche Kritik an einzelnen Lehrpersonen, die Inhalte zu schnell behandeln, zu wenig erklären oder stark auf Selbststudium setzen. Belastend erleben viele Lernende die Häufung von Tests und Prüfungen, das teils hohe Hausaufgabenpensum sowie eine als recht streng oder wenig transparente empfundene Leistungsbewertung. Besonders problematisch wird die zeitliche Konzentration vieler Leistungsnachweise wahrgenommen. Zudem wünschen sich die Schülerinnen und Schüler Zwischenpausen bei Doppelstunden, Toilettengänge während des Unterrichts sowie eine bessere Stundenplangestaltung, insbesondere am Nachmittag.
Digitale Medien werden vielfältig eingesetzt und grundsätzlich positiv bewertet, gleichzeitig erschweren technisches Versagen, überlastetes WLAN und defekte Projektoren einen reibungslosen Einsatz. Die parallele Nutzung mehrerer Plattformen wird als unübersichtlich empfunden; eine Vereinheitlichung wird gewünscht. Das Schulklima wird überwiegend als angenehm beschrieben. Bei Problemen greifen Lehrpersonen und schulische Unterstützungsangebote ein. Der Direktor wird als offen, engagiert und zugewandt erlebt. Kritisch angemerkt werden organisatorische Abläufe. Die Vorbereitung auf Studium und Beruf wird von den Lernenden insgesamt sehr positiv eingeschätzt. Absolventinnen und Absolventen berichten von guten Anschlussmöglichkeiten und hoher Anerkennung der Ausbildung. Einzelne Themen wie finanzielle Bildung werden als unterrepräsentiert wahrgenommen.
Ein zentrales Thema ist die hohe Belastung der Schülerinnen und Schüler, vor allem zu Beginn der Oberschule. Die Jugendlichen würden zu früh wie Erwachsene behandelt, der Leistungsdruck sei hoch, insbesondere durch geballte Testphasen und den Nachmittagsunterricht. Eltern wünschen sich eine behutsamere Eingewöhnung sowie eine bessere Verteilung der Leistungsnachweise. Kritisiert wird die Unübersichtlichkeit der digitalen Kommunikation durch mehrere parallele Plattformen sowie eine veraltete Schulhomepage. Auch organisatorische Aspekte wie Busverbindungen, Pausenregelungen und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten werden thematisiert. Eltern wünschen sich zudem eine Rückkehr zu Präsenz-Elternsprechtagen, da digitale Formate als unpersönlich empfunden werden.





