Fassungslos haben wir die Nachricht vom Tod Peter Oberhofers erfahren. Bis heute können wir es nicht wahrhaben, dass Peter, den wir im vergangenen August in den Ruhestand verabschiedet haben, so plötzlich aus unserer Mitte gerissen wurde. Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Kollegen und Freund.

Peter wurde 1958 in Terlan geboren und schlug zunächst einen ganz praktischen beruflichen Weg ein. Nach dem Besuch der Gewerbeoberschule in Bozen, Fachrichtung Maschinenbau, sammelte er Erfahrungen in der Privatwirtschaft – im Fensterbau, in der Wartung von Maschinen und im Lösen technischer Probleme. Diese Bodenständigkeit und sein handwerkliches Können prägten ihn sein Leben lang.

Durch einen Zufall fand Peter 1990 in den Schuldienst – ein Glücksfall, nicht nur für ihn, sondern für Generationen von Schülerinnen und Schülern. Bereits im Schuljahr 1991/92 kam er an die damalige Zweigstelle der Gewerbeoberschule Bozen in Meran, die sich gerade im Aufbau befand. Gemeinsam mit wenigen anderen gehörte er zu den prägenden Persönlichkeiten der Anfangsjahre – zu jenen, die man mit Recht als Baumeister dieser Schule bezeichnen kann.

Über 35 Jahre hinweg war Peter weit mehr als ein Fachlehrer. Mit großer Leidenschaft initiierte und begleitete er zahlreiche Projekte: z.B. die Restaurierung einer alten Lokomotive, den Bau von Solarkollektoren, die Schulpartnerschaft mit Zwickau oder die legendäre Elektro-Ape. Diese Vorhaben zeugen von seinem Ideenreichtum, seinem Tatendrang und seiner Begeisterung für Technik – vor allem aber von seiner Fähigkeit, andere mitzunehmen und zu begeistern.

Seine besondere Stärke lag im Umgang mit Menschen. Peter begegnete seinen Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe, nahm sie ernst und verstand es, sie zu motivieren. Für viele war er nicht nur Lehrer, sondern auch Ratgeber und verlässlicher Begleiter – einer, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch Zuversicht und Freude.

Auch im Kollegium war Peter eine feste Größe. Sein Humor, seine Herzlichkeit und seine unkomplizierte Art machten ihn zu einem geschätzten Kollegen und Freund. Er hatte die Gabe, selbst in herausfordernden Zeiten Leichtigkeit zu bewahren und Gemeinschaft zu stiften. Gesellige Momente, bei einem Glas Prosecco, waren für ihn Ausdruck dessen, was ihm wichtig war: Zusammenhalt, Austausch und das Miteinander.

Mit Peter verlieren wir einen engagierten Lehrer, einen verlässlichen Kollegen und einen besonderen Menschen. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke, die schmerzlich spürbar ist. Was bleibt, ist die Dankbarkeit für alles, was er für unsere Schule und für uns getan hat – und die Erinnerung an einen Menschen, der Spuren hinterlassen hat, die weit über seine Zeit hinausreichen werden. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Denisa und allen, die ihm nahestanden. Wir werden Peter ein ehrendes Andenken bewahren!







