„Das tun, wofür man brennt!“

OffeneTuerTag der Technik – Begegnung mit ehemaligen Schülern

An die alte Schule zurückzukehren, ist mit vielen Emotionen verbunden. Zum „Tag der Technik“, der nun schon seit einigen Jahren von Vizedirektor Josef Prantl im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ an der TFO organsiert wird, erzählen ehemalige Schülerinnen und Schüler von ihrem Ausbildungs- und Berufsweg. Heuer waren dies Philipp Sicher, Abteilungsdirektor für den Südtiroler Straßendienst, der Historiker und Buchautor Manfred Schwarz sowie der Marketingleiter Andreas Nischler.

Philipp Sicher hat 2002 die Matura an der Gewerbeoberschule mit Höchstpunktezahl bestanden. Danach studierte an der Universität für Bodenkunde in Wien Kulturtechnik und Wasserwirtschaft. Es folgte ein Lehrgang in Public Management in Salzburg. Erste Berufserfahrungen sammelte er im Ingenieurteam von Konrad Bergmeister. Schließlich gewann er den Landeswettbewerb zum Direktor für den Straßendienst im Burggrafenamt. Seit kurzem ist er zum Leiter für den gesamten Straßendienst in Südtirol ernannt worden. Damit ist Philipp Sicher „Herr“ über 2800 km Straßennetz, 1700 Brücken, 207 Tunnels und 1400 km Leitplanken. 586 Mitarbeiter arbeiten für die Instandhaltung des Straßennetzes. Den Schülern des Trienniums, die zum „Tag der Technik“ in den Mehrzwecksaal gekommen waren, legte er ans Herz, auch die Sprachkenntnisse nicht zu vernachlässigen.

Einen ganz anderen Weg hat Manfred Schwarz eingeschlagen. Nach der Matura studierte er an der Universität Innsbruck Geschichte. Heute arbeitet der Passeirer als Kulturvermittler in den Tiroler Landesmuseen. Als Autor mehrerer historischer Bücher hat er sich einen Namen gemacht. Sein neuestes Buch „Ein Jahrhundert Südtirol“ zeichnet die vergangenen 100 Jahre Landesgeschichte im Spiegel der Presse nach. „Übers Timmelsjoch“ und „Aus Passeier schreibt man uns“ sind zwei weitere Publikationen des ehemaligen Gewerbeoberschülers. Den Schülern legte er ans Herz, das zu tun, wofür man brennt.

Auf einen abwechslungsreichen und spannenden Berufsweg blickt Andreas Nischler zurück. 1998 hat er an der Gewerbeoberschule mit hoher Punktezahl die Matura bestanden und studierte dann in Bozen und Turin Produktion und Logistik, arbeitete für Matt & Partner, gründete sein eigenes Unternehmen „Enrisol“, bis er schließlich kaufmännischer Leiter einer der größten Baufirmen Österreichs wurde. Was er konkret bei der Baugesellschaft HTB heute macht, schilderte er den Schülern ausführlich.

Was es heißt und bedeutet unternehmerisch tätig zu werden, darauf ging im zweiten Teil des „Tages der Technik“ Sabine Platzgummer von Handelskammer ein. Wozu die Kammer da ist und welche Dienstleistungen geboten werden, berichtete Stephan Bertagnolli. Für die wertvollen Informationen  und authentischen Erfahrungsberichte bedankte sich Direktor Alois Weis bei den Gästen herzlich.

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