Zehn Jahre Schulpartnerschaft

Zehn Jahre Partnerschaft verbinden das Realgymnasium und Technologische Fachoberschule Meran (RG/TFO) mit der FOS/BOS Ansbach in der fränkischen Stadt Ansbach. Dieses Jubiläum wird im laufenden Schuljahr mit einer Reihe von Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten besonders intensiv gefeiert. Ziel der Zusammenarbeit ist es seit Beginn, den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen zu fördern, Einblicke in unterschiedliche Schulsysteme zu ermöglichen und den europäischen Gedanken im Schulalltag lebendig zu halten.

Praktikantinnen der FOS Ansbach in Meran

Zum Jubiläumsjahr wurden die Kontakte erneut vertieft. Derzeit befindet sich eine Schülerinnengruppe aus Ansbach für zwei Wochen in Meran. Während ihres Aufenthalts absolvieren die Jugendlichen Praktika in verschiedenen Einrichtungen und Betrieben. Dadurch erhalten sie Einblicke in die Arbeitswelt und lernen gleichzeitig den Alltag in Südtirol kennen. Neben den Praktikumstätigkeiten steht auch ein kulturelles Rahmenprogramm auf dem Programm, das den Austausch mit den Meraner Schülerinnen und Schülern fördert und persönliche Begegnungen ermöglicht.

Stadtrundgang

Anfang Mai reist im Gegenzug eine Delegation des RG/TFO Meran nach Ansbach, um dort an der offiziellen Jubiläumsfeier teilzunehmen. Die Feierlichkeiten bieten Gelegenheit, auf zehn Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zurückzublicken, gemeinsame Projekte Revue passieren zu lassen und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Gleichzeitig werden auch neue Ideen für den weiteren Ausbau der Partnerschaft gesammelt.

Unmittelbar nach den Jubiläumsfeierlichkeiten folgt ein weiterer Höhepunkt im Rahmen des europäischen Austauschprogramms Erasmus+. Eine Lehrpersonengruppe aus Ansbach kommt nach Meran, um an einem Job-Shadowing teilzunehmen. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema „Inklusives Lehren und Lernen“. Die Gäste erhalten Einblick in Unterrichtsformen, Unterstützungsmaßnahmen und schulische Konzepte am RG/TFO Meran. Gleichzeitig bietet der Austausch auch den Meraner Lehrpersonen die Möglichkeit, Erfahrungen zu reflektieren und neue Impulse für die eigene Unterrichtspraxis zu gewinnen.

Gemeinsames Abendessen

Das Jubiläumsjahr ist damit von einem besonders dichten Programm geprägt: Schüleraustausch, Praktika, offizielle Feierlichkeiten und pädagogischer Austausch greifen ineinander und zeigen, wie lebendig die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen auch nach zehn Jahren ist. Die Kooperation hat sich zu einem wichtigen Bestandteil des Schulprofils entwickelt und trägt dazu bei, den europäischen Gedanken im Schulalltag konkret erlebbar zu machen. Beide Schulen sehen in der Zusammenarbeit auch weiterhin großes Potenzial und möchten den Austausch in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Große Trauer um Prof. Peter Oberhofer

Fassungslos haben wir die Nachricht vom Tod Peter Oberhofers erfahren. Bis heute können wir es nicht wahrhaben, dass Peter, den wir im vergangenen August in den Ruhestand verabschiedet haben, so plötzlich aus unserer Mitte gerissen wurde. Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Kollegen und Freund.

Peter wurde 1958 in Terlan geboren und schlug zunächst einen ganz praktischen beruflichen Weg ein. Nach dem Besuch der Gewerbeoberschule in Bozen, Fachrichtung Maschinenbau, sammelte er Erfahrungen in der Privatwirtschaft – im Fensterbau, in der Wartung von Maschinen und im Lösen technischer Probleme. Diese Bodenständigkeit und sein handwerkliches Können prägten ihn sein Leben lang.

Durch einen Zufall fand Peter 1990 in den Schuldienst – ein Glücksfall, nicht nur für ihn, sondern für Generationen von Schülerinnen und Schülern. Bereits im Schuljahr 1991/92 kam er an die damalige Zweigstelle der Gewerbeoberschule Bozen in Meran, die sich gerade im Aufbau befand. Gemeinsam mit wenigen anderen gehörte er zu den prägenden Persönlichkeiten der Anfangsjahre – zu jenen, die man mit Recht als Baumeister dieser Schule bezeichnen kann.

Über 35 Jahre hinweg war Peter weit mehr als ein Fachlehrer. Mit großer Leidenschaft initiierte und begleitete er zahlreiche Projekte: z.B. die Restaurierung einer alten Lokomotive, den Bau von Solarkollektoren, die Schulpartnerschaft mit Zwickau oder die legendäre Elektro-Ape. Diese Vorhaben zeugen von seinem Ideenreichtum, seinem Tatendrang und seiner Begeisterung für Technik – vor allem aber von seiner Fähigkeit, andere mitzunehmen und zu begeistern.

Seine besondere Stärke lag im Umgang mit Menschen. Peter begegnete seinen Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe, nahm sie ernst und verstand es, sie zu motivieren. Für viele war er nicht nur Lehrer, sondern auch Ratgeber und verlässlicher Begleiter – einer, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch Zuversicht und Freude.

Auch im Kollegium war Peter eine feste Größe. Sein Humor, seine Herzlichkeit und seine unkomplizierte Art machten ihn zu einem geschätzten Kollegen und Freund. Er hatte die Gabe, selbst in herausfordernden Zeiten Leichtigkeit zu bewahren und Gemeinschaft zu stiften. Gesellige Momente, bei einem Glas Prosecco, waren für ihn Ausdruck dessen, was ihm wichtig war: Zusammenhalt, Austausch und das Miteinander.

Mit Peter verlieren wir einen engagierten Lehrer, einen verlässlichen Kollegen und einen besonderen Menschen. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine Lücke, die schmerzlich spürbar ist. Was bleibt, ist die Dankbarkeit für alles, was er für unsere Schule und für uns getan hat – und die Erinnerung an einen Menschen, der Spuren hinterlassen hat, die weit über seine Zeit hinausreichen werden. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Denisa und allen, die ihm nahestanden. Wir werden Peter ein ehrendes Andenken bewahren!

21 Tage ohne Smartphone

Das Handyexperiment ist gestartet – nun ist es Realität geworden. Über 100 Schülerinnen und Schüler der TFO und des RG haben am gestrigen Mittwoch ihre Handys ausgeschaltet – für drei Wochen. Drei Wochen ohne WhatsApp, ohne TikTok, ohne Netflix.

Viele freuen sich auf das Wagnis und sind gespannt, wie sie diese Zeit ohne Smartphone erleben werden. Bei der gestrigen gemeinsamen Handyabschaltung am Tappeinerweg waren auch Medienvertreter dabei: RAI Südtirol und der ORF berichteten über das Experiment, das vom Mathematik- und Physiklehrer Alex Trojer initiiert wurde.

Zufällig, wie er selbst sagt, stieß er auf das “Handyexperiment.at” des ORF in Österreich – und war davon sofort begeistert. In drei Wochen wird sich zeigen, wie das Experiment ausgegangen ist. Durchhalten wollen jedenfalls alle – auch wenn es nicht leicht werden dürfte.

Biologie im Baulabor 

Eine Gruppe von Schülern der 2D TFO und 2B TFO  war am Freitag, 13. Februar, während des Biologieunterrichts im Baulabor im Einsatz, um Insekten zu präparieren. Mit viel Geschicklichkeit wurden Styroporunterlagen an der Schneidemaschine zugeschnitten und anschließend mit Papier überzogen. Feines Fingerspitzengefühl war wiederum notwendig, um die Insekten mit Nadeln auf den Unterlagen festzustecken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nun können die Tierchen im Unterricht unter dem Stereoskop betrachtet werden und bieten Einblick in die wundersame Welt der Insektenkörper! 

P.S. Ein kleines Highlight stellte der Fund einer toten “Stummen Grille” dar, die direkt im Baulabor von den Schülern entdeckt und sogleich in die Sammlung aufgenommen wurde. Wer findet sie auf dem Foto?

Die Schule im Weltraumfieber

Unsere Schulbibliothek bereitet sich zusammen mit der “Astrogruppe” unter Leitung von Prof. Prof. Dieter Seiwald und mit tatkräftiger Unterstützung von Bibliothekarin Greti Khuen und Prof. Heidemarie Unterholzner auf ein besonderes Ereignis vor: den bevorstehenden Start von Artemis II im März. Die Mission ist ein weiterer großer Schritt im Rahmen des Mondprogramms Artemis II, das Menschen wieder in die Nähe des Mondes bringen soll. In unserer Schulbibliothek ist eine Installation zu den Mondmissionen von den Anfängen bis heute aufgebaut. Die Ausstellung spannt einen Bogen von den legendären Flügen des Apollo-Programms bis hin zu den aktuellen Artemis-Missionen. Doch nicht nur theoretisch wird geforscht: Auch praktisch geht es hoch hinaus. Im Physikunterricht basteln die Schülerinnen und Schüler mit Prof. Jannik Augscheller eigene Raketen aus Plastikflaschen. Treibstoff ist eine Mischung aus Essig und Backpulver, die miteinander reagieren. Der entstehende Druck sorgt dafür, dass die Flaschenraketen mit erstaunlicher Geschwindigkeit in die Höhe schnellen – ganz wie echte Raketen, nur im Miniaturformat. Wie im echten Leben, kam es auch zu einigen Fehlstarts.