Große Trauer um Walter Bernard

Mit Bestürzung haben wir vom Tod unseres geschätzten Kollegen Walter Bernard erfahren. Walter hat vor mehr als 30 Jahren die Technologische Fachoberschule Meran als Außenstelle der Gewerbeoberschule Bozen gegründet und war lange Zeit deren Außenstellenleiter. Auch nach seiner Pensionierung blieb er der Schule verbunden und bot interessierten Schüler:innen seine Hilfe und Unterstützung an. Als Mitarbeiter im Weltladen, als engagierter politischer Vordenker – auch für die Stadt Meran – und als Schauspieler im Altstadttheater wird er vielen Menschen in lieber Erinnerung bleiben. Neuem gegenüber begegnete er ein Leben lang mit Offenheit und Neugier.

Walter Bernard studierte Maschinenbau und Physik und begann seine berufliche Laufbahn als Ingenieur beim Sterzinger Unternehmen Leitner. 1984 trat er in den Schuldienst in Bozen ein, engagierte sich politisch in der alternativen Bewegung und gründete den Weltladen in Meran. Für seine Schüler:innen setzte er sich unermüdlich für eine fundierte technische Ausbildung ein.

Wir werden Walter Bernard in dankbarer Erinnerung behalten.

Olympische Fackel sorgt für besondere Stimmung in Meran

Große Aufregung herrschte vergangenen Donnerstag in der Meraner Innenstadt: Die Olympische Fackel wurde im Rahmen ihres Südtiroler Rundgangs durch die Stadt getragen. Anlass sind die bevorstehenden Olympischen Winterspiele im Februar, bei denen erstmals auch Wettkämpfe in Südtirol stattfinden werden.

Auch die Klasse 1D der TFO Meran war dabei. Kurz entschlossen schlossen sich die Schülerinnen und Schüler dem Fackelumzug an. Zwar verpassten sie das Entzünden des Olympischen Feuers in den Lauben, doch ganz leer gingen sie nicht aus. Sportlehrerin Astrid Resch hielt den Moment mit der Kamera fest und so konnte Deutschlehrer Josef Prantl den Film später in der Klasse zeigen. „Es war ein bewegender Moment“, so Resch.

Die anschließende Feier am Sandplatz konnten die Jugendlichen live miterleben. Ehemalige Olympiateilnehmer berichteten dort von ihren sportlichen Höhepunkten, begleitet von eindrucksvollen Bildern auf einer Großleinwand. Die Stimmung war feierlich und begeisternd.

Auf dem Rückweg zur Schule fiel den Schülern außerdem die kreative Gestaltung der Schaufenster in den Lauben auf, die mit historischen Sportmotiven dekoriert waren. Im Deutschunterricht wurde das Ereignis schließlich reflektiert und auch kritisch über die Bedeutung der Olympischen Spiele und des Wintersports in den Alpen diskutiert.

Lernen in Zeiten großer Umbrüche

„Memorial Day“ am Realgymnasium und der TFO Meran: „Zwischen Kreide und KI“

Zuerst Impulsreferate, dann partizipativ an Thementischen und schließlich die Podiumsdiskussion

Der 27. Jänner ist der internationale Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz, Symbol für die systematische Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen durch das NS-Regime. Gedenken bleibe unverzichtbar, betonte RG-Maturantin Charlotte Wiemann Raffeiner: als Auftrag, Verantwortung zu übernehmen, hinzusehen und der Unmenschlichkeit entschieden entgegenzutreten.
Am Realgymnasium und an der TFO Meran ist dieser Tag seit Jahren mehr als bloße Erinnerung. Er verbindet historisches Bewusstsein mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Heuer stand der Memorial Day unter dem Motto: „Zwischen Kreide und KI – Ist unser Schulsystem noch zeitgemäß?“ Erstmals wurde der Vormittag vollständig von Schülerinnen und Schülern organisiert – ein starkes Zeichen gelebter Mitverantwortung. Den thematischen Rahmen spannte RG-Maturantin Theresa Wolf, die Erinnerungskultur mit den Herausforderungen moderner Bildung verband.

Bild: Die Schüler-Arbeitsgruppe, die den Memorial Day 2026 erstmals eigenständig organisiert hat.

Die Schüler*innen-Arbeitsgruppe organisierten erstmals weitestgehend selbständig den Memorial Day 2026

In kurzen Referaten diskutierten Schülerratsvorsitzender Max Ebensperger, Schulratspräsident Matthias Wolf und Prof. Christian Zelger zentrale Zukunftsfragen des Systems Schule. Ebensperger unterstrich, dass Lehrpersonen durch KI nicht ersetzbar seien: „Empathie und Beziehung sind das Herz guter Schule.“ Gleichzeitig müsse der verantwortungsvolle Umgang mit KI gelernt werden. Prof. Zelger betonte die Bedeutung tragfähiger Beziehungen: Investitionen in Menschen seien nachhaltiger als Investitionen in Technik. „Schule muss Zusammenhalt fördern, Kompetenzen vermitteln und junge Menschen befähigen, selbstbestimmt zu leben,“ ergänzte Matthias Wolf.

Thementische zu acht Bereichen des “Systems Schule”
Im zweiten Teil arbeiteten Schülerinnen und Schüler an acht thematischen Arbeitstischen. Im Fokus standen unter anderem Unterrichtsorganisation, Leistungsbewertung, Digitalisierung, Lernkultur, Inklusion, mentale Gesundheit und Lernräume der Zukunft. Deutlich wurde: Das Schulsystem braucht einen Innovationsschub. Gefordert wurden mehr Projektarbeit, individuelle Förderung, Mitbestimmung sowie flexible Zeit- und Raumkonzepte. Der klassische 50-Minuten-Takt und starre Stundenpläne wurden ebenso kritisch hinterfragt wie traditionelle Raumkonzepte. Schule, so das Fazit vieler Gruppen, müsse stärker Lebensraum werden – mit sozialen Begegnungszonen, kreativen Lernlandschaften und Rückzugs-, aber auch Bewegungsräume.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Schule im 21. Jahrhundert: reformieren, neu bauen oder neu erfinden?“ Unter der Moderation von Prof. Ewald Kontschieder diskutierten Schulratspräsident Matthias Wolf, Schulinspektor Piero Di Benedetto, Direktor David Augscheller, Vizedirektor Josef Prantl, RG-Schülerin Charlotte Wiemann Raffeiner und TFO-Maturant Max Ebensperger. Einigkeit herrschte darüber, dass das Südtiroler Schulsystem keineswegs schlecht sei, jedoch mutige Reformschritte brauche. Schule sei immer nur so gut wie die Menschen, die sie aktiv gestalten. Veränderung müsse daher gemeinsam, dialogisch und mit Offenheit erfolgen. Ein großes Plus: Dieses Mal haben die Schülerinnen und Schüler eindrücklich gezeigt, dass sie mitgestalten und Verantwortung übernehmen können und wollen

Vertreter der Thementische stellen die Arbeitsergebnisse vor
Das Organisationsteam: Schülerinnen und Schüler des RG und der TFO

Tage der offenen Tür starten

Die Guides stehen bereit

Alles im Griff

Sicheres Schulzentrum Meran

Auf Einladung von Direktor David Augscheller und unter der Koordination von Prof. Gianluigi Di Gennaro fand am 15. Jänner ein runder Tisch zum Thema Sicherheit im Schulzentrum Meran statt. An dem Treffen nahmen unter anderem Bürgermeisterin Katharina Zeller, die Direktorin der Sozialdienste Meran, Angela Giungaio, die Direktoren der Schulen im Schulzentrum sowie Vertreter der Finanzpolizei und der Kommandant der Meraner Stadtpolizei teil.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die zentrale Frage, wie die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler im Schulzentrum nachhaltig gewährleistet werden kann. Schließlich arbeiten, lernen und begegnen sich im Meraner Schulzentrum täglich mehr als 2.000 Menschen.

Thematisiert wurden insbesondere Vorfälle der letzten Zeit, bei denen Jugendliche – vor allem Schüler, die nicht am Unterricht teilnehmen – sich während der Schulzeit im Schulgelände aufhalten. Auch die Nutzung des Areals abends und nachts durch Unbefugte wurde angesprochen. Dabei kommt es immer wieder zu Verunreinigungen des Geländes durch Alkoholflaschen, Zigarettenstummel und vereinzelt auch Drogen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Schülerinnen und Schülern ein sicheres und geschütztes Schulumfeld zu bieten, wurden beim Treffen konkrete Formen der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Gemeinde, Polizeibehörden und Sozialdiensten diskutiert. Ziel ist es, gemeinsam präventive Maßnahmen und praktikable Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen.

Alle Beteiligten betonten die Bedeutung eines koordinierten und nachhaltigen Vorgehens, um das Schulzentrum Meran auch künftig als sicheren Ort des Lernens, Arbeitens und der Begegnung zu erhalten.