Die 4 BEL unterwegs im Passeier

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Die 4 BEL im Passeier

Einen lohnenswerten Ausflug nach St. Leonhard unternahm die Elektronikklasse 4 BEL mit ihren Begleitpersonen Hermann Hofer und Beatrix Reichert am vergangenen Donnerstag, den 3. Mai. Erstes Ziel war das E-Werk am Rande des Ortes an der Passer. Das Wasserkraftwerk ENERPASS Konsortial GmbH wurde am 31. Oktober 2008 in Betrieb genommen und gilt als größter Erzeuger von grünem Strom im Passeiertal. Die drei Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos sind an der Enerpass beteiligt. Obwohl der Strom an Großabnehmer weiterverkauft wird, kommt die Wertschöpfung der gesamten Bevölkerung des Tales zugute.

Der Anschluss des Kraftwerkes an das öffentliche Verbundnetz geschieht mit einer 132 kV-Erdkabelleitung, die das Kraftwerk mit dem 132/20 kV – Umspannwerk des ENEL in St. Leonhard verbindet. Die Jahresproduktion des Kraftwerkes beträgt ca. 100 Mio. kWh, die maximale Leistung 26 MW.

Eine 1,8 km lange erdverlegte Hochspannungskabelleitung leitet den erzeugten Strom zum ENEL Umspannwerk in St. Leonhard.

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Wassereinzugsgebiet

Hier erfolgt der Anschluss an das Verbundnetz des nationalen Netzbetreibers TERNA. All diese Informationen bekamen die Schüler in Form einer Powerpoint präsentiert, aber auch die Besichtigung des vollautomatischen und wärterlosen Betriebs stand auf dem Programm.

Ein Spaziergang führte die Klasse anschließend zum Sandwirt, in dem das Andreas-Hofer-Museum untergebracht ist. David Hofer, unser ehemaliger Deutsch-Kollege an der TFO, begleitete die Schüler kompetent durch die Ausstellung. Neben historischen Fakten erzählte er immer wieder spannende Details zu einzelnen Exponaten, wie z.B. die Odyssee des Siegelringes des Andreas Hofer. Doch die Dauerausstellung “Helden & Hofer”  geht über Andreas Hofer hinaus. Während der Führung standen die Fragen im Raum: Welche Werte verkörpern Helden und Stars? Wer macht Helden? Und die Erkenntnis: ohne Publikum kein Held. Die Museumsbesucher werden aufgefordert gängige Heldenbilder zu analysieren und zu hinterfragen. In der Ausstellung wurde deutlich, wie Helden entstehen und wofür man sie gebrauchen und auch missbrauchen kann.

Das Fazit: Jeder schafft sich seine eigenen Helden. Aber jeder kann auch zum Helden werden durch Zivilcourage, Toleranz und Offenheit.

In der Ausstellung “Helden und Wir” wird das Thema der Vorbildfunktion beleuchtet, in diesem Bereich steht das Publikum im Rampenlicht, sechs große Lichtkegel sollen dieses Konzept erlebbar machen. Denn der Blick hinauf zu all den Stars und Helden, von denen wir umgeben sind, ist auch ein Blick auf uns selbst. Er verrät, welche Werte uns wichtig sind. Ganz nach dem Motto: Sage mir, zu wem du aufschaust, und ich sage dir, wer du bist, erklärt David Hofer.

Mit dem Hinweis auf das Zitat Bertolt Brechts “Unglücklich das Land, das Helden nötig hat” entließ der Museumspädagoge die Schüler in den Außenbereich. Auf dem Freigelände erlebten sie zum Abschluss des Lehrausganges noch einen typischen Haufen-Hof und einen sympathischen Schnellkurs für den Psairer Dialekt: “HOU”!

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