Was uns alle miteinander verbindet

Europatag im Schulzentrum und seine Initiatoren

Europatag im Schulzentrum und seine Initiatoren/innen

Europatag im Schulzentrum unter dem Motto „Europa, ich und meine Sprachen“

Sprachen lernen verbindet Menschen in aller Welt und stiftet Frieden: In etwa so lautet das Ergebnis, zu dem die Schülervertreter am vergangenen Freitag bei ihrem zweiten gemeinsamen Europatag im Schulzentrum gekommen sind. In Workshops, Gruppen und Impulsreferaten setzten sie sich mit dem Thema Mehrsprachigkeit.

Dass sich deutsch- und italienischsprachige Mittel-, Ober- und Berufsschüler an einen Tisch setzen, wäre zu seiner Zeit nicht so einfach gewesen, freute sich der ehemalige Oberschullehrer und Sprachwissenschaftler Franz Lanthaler. „Es gibt nur eine Sprache, wir sprechen sie auf Deutsch, Italienisch, Portugiesisch“, zitierte er den Schweizer Autor Peter Bichsel. Lanthaler rief die Schüler dazu auf, sich auf Sprachen einzulassen als „Schlüssel zum Anderen“. Dabei gehe es nicht darum, akademische Perfektion zu erreichen, sondern Verständnis füreinander aufzubauen und das funktioniere nur über Sprache.

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Philosophielehrer Christian Zelger mit Impulsreferat über Menschenrechte

Dies legte auch Schulamtsleiter Peter Höllrigl den Jugendlichen ans Herz. Er lud dazu ein, Begegnungen zwischen den Sprachgruppen zu schaffen und lobte zugleich die Initiative der Schuldirektoren im Schulzentrum. Zum zweiten Mal wurde der Europatag – wegen der Fünftagewoche um einen Tag vorverlegt – unter Leitung von Direktor Franz Josef Oberstaller mit einer schulübergreifenden Tagung begangen. Zugleich gedachte man am Freitag auch des Endes des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren in Europa. Neben Schulamtsleiter Peter Höllrigl, den Direktoren Brigitte Öttl und Riccardo Aliprandini waren unter den Ehrengästen auch Merans Vizebürgermeister Giorgio Balzarini und der langjährige Leiter des Landesaußenamtes in Rom, Peter Gasser. Die Grußworte des italienischen Schulamtes überbrachten Inspektoren Andrea Felis und Carlotte Ranigler.

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Arbeitsgruppe in der Schulbibliothek TFO-RG

„70 Jahre Kriegsende bedeutet 70 Jahre Frieden wenigsten bei uns“, sagte Philosophielehrer Christian Zelger, der in seinem Impulsreferat über Menschenrechte als globale Wertvorstellungen zum Nachdenken anregte. Sprache zu einem Herzensanliegen zu machen, dazu motivierte Universitätsprofessor Johann Drumbl in seinem Hauptreferat. Auch er rief dazu auf, keine Scheu zu haben, zwischen mehreren Sprachen zu „switchen“, auch wenn man Fehler macht. Allerdings von alleine lerne man keine Sprache, dazu bedürfe es schon einer Arbeitsleistung, ergänzte der Sprachwissenschaftler.

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Moderatorenteam Prof.ssa Fallai und Prof. Kontschieder

Europas Reichtum beruhe ganz wesentlich auf seiner sprachlichen Vielfalt, wurde beim Runden Tisch unter Leitung von Ewald Kontschieder am Ende der Tagung deutlich. Zuvor hatten die Gruppensprecher der Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorgestellt. „Sprache ist eine Lebensweise und vermittelt Lebensweisheiten“, sagte Peter Tirler vom Realgymnasium. Auffallend positiv äußerten sich die Schüler zu Mehrsprachigkeit und begrüßten die Schritte, die in den Schulen dazu unternommen werden. Darunter sei das Zweitsprachjahr zu nennen, das immer mehr Oberschüler nützten, wie Claudia Provenzano vom italienischen Schulamt mitteilte. In einem der Workshops hatte sich eine Schülergruppe unter Leitung von Physiklehrer Walter Bernard auch mit der Plansprache Esperanto auseinandergesetzt.

Schulband-song-04Umrahmt wurde die Tagung von musikalischen und szenischen Einlagen von Schülergruppen aus allen beteiligten Schulen, darunter der Mittelschulchor unter Leitung von Armin Bauer, der passend den Tag mit der Europahymne eröffnete. Bei einem gemeinsamen Imbiss im Schulinnenhof des Realgymnasiums und der Technologischen Fachoberschule klang die Tagung aus.

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