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Lernen in Zeiten großer Umbrüche

„Memorial Day“ am Realgymnasium und der TFO Meran: „Zwischen Kreide und KI“

Zuerst Impulsreferate, dann partizipativ an Thementischen und schließlich die Podiumsdiskussion

Der 27. Jänner ist der internationale Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz, Symbol für die systematische Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen durch das NS-Regime. Gedenken bleibe unverzichtbar, betonte RG-Maturantin Charlotte Wiemann Raffeiner: als Auftrag, Verantwortung zu übernehmen, hinzusehen und der Unmenschlichkeit entschieden entgegenzutreten.
Am Realgymnasium und an der TFO Meran ist dieser Tag seit Jahren mehr als bloße Erinnerung. Er verbindet historisches Bewusstsein mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Heuer stand der Memorial Day unter dem Motto: „Zwischen Kreide und KI – Ist unser Schulsystem noch zeitgemäß?“ Erstmals wurde der Vormittag vollständig von Schülerinnen und Schülern organisiert – ein starkes Zeichen gelebter Mitverantwortung. Den thematischen Rahmen spannte RG-Maturantin Theresa Wolf, die Erinnerungskultur mit den Herausforderungen moderner Bildung verband.

Bild: Die Schüler-Arbeitsgruppe, die den Memorial Day 2026 erstmals eigenständig organisiert hat.

Die Schüler*innen-Arbeitsgruppe organisierten erstmals weitestgehend selbständig den Memorial Day 2026

In kurzen Referaten diskutierten Schülerratsvorsitzender Max Ebensperger, Schulratspräsident Matthias Wolf und Prof. Christian Zelger zentrale Zukunftsfragen des Systems Schule. Ebensperger unterstrich, dass Lehrpersonen durch KI nicht ersetzbar seien: „Empathie und Beziehung sind das Herz guter Schule.“ Gleichzeitig müsse der verantwortungsvolle Umgang mit KI gelernt werden. Prof. Zelger betonte die Bedeutung tragfähiger Beziehungen: Investitionen in Menschen seien nachhaltiger als Investitionen in Technik. „Schule muss Zusammenhalt fördern, Kompetenzen vermitteln und junge Menschen befähigen, selbstbestimmt zu leben,“ ergänzte Matthias Wolf.

Thementische zu acht Bereichen des “Systems Schule”
Im zweiten Teil arbeiteten Schülerinnen und Schüler an acht thematischen Arbeitstischen. Im Fokus standen unter anderem Unterrichtsorganisation, Leistungsbewertung, Digitalisierung, Lernkultur, Inklusion, mentale Gesundheit und Lernräume der Zukunft. Deutlich wurde: Das Schulsystem braucht einen Innovationsschub. Gefordert wurden mehr Projektarbeit, individuelle Förderung, Mitbestimmung sowie flexible Zeit- und Raumkonzepte. Der klassische 50-Minuten-Takt und starre Stundenpläne wurden ebenso kritisch hinterfragt wie traditionelle Raumkonzepte. Schule, so das Fazit vieler Gruppen, müsse stärker Lebensraum werden – mit sozialen Begegnungszonen, kreativen Lernlandschaften und Rückzugs-, aber auch Bewegungsräume.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Schule im 21. Jahrhundert: reformieren, neu bauen oder neu erfinden?“ Unter der Moderation von Prof. Ewald Kontschieder diskutierten Schulratspräsident Matthias Wolf, Schulinspektor Piero Di Benedetto, Direktor David Augscheller, Vizedirektor Josef Prantl, RG-Schülerin Charlotte Wiemann Raffeiner und TFO-Maturant Max Ebensperger. Einigkeit herrschte darüber, dass das Südtiroler Schulsystem keineswegs schlecht sei, jedoch mutige Reformschritte brauche. Schule sei immer nur so gut wie die Menschen, die sie aktiv gestalten. Veränderung müsse daher gemeinsam, dialogisch und mit Offenheit erfolgen. Ein großes Plus: Dieses Mal haben die Schülerinnen und Schüler eindrücklich gezeigt, dass sie mitgestalten und Verantwortung übernehmen können und wollen

Vertreter der Thementische stellen die Arbeitsergebnisse vor
Das Organisationsteam: Schülerinnen und Schüler des RG und der TFO

Weihnachtsquiz – Glücksfee wählt Gewinner*innen

Preisverleihung zum Weihnachtsquiz 2025: v.l.: Naqiyah Corghi, Sofia Livaldi, Anna-Lena Raich, Jana Haller, Prof. Heidemarie Unterholzner und Vize-Direktor Josef Prantl (es fehlen: Markus Pichler und Amadeus Wenter)

Das Los hat entschieden: Die GewinnerInnen des diesjährigen Bibliotheks-Weihnachtsquiz stehen fest. Die Hauptpreise, je ein Eintrittgutschein bei der Therme Meran, gehen an Jana Haller und Anna-Lena Raich aus der 4B RG. Sie haben alle Orte auf Anhieb erkannt und auch die Fragen rund um die jeweilige Stadt richtig beantwortet. Chapeau! … und herzlichen Glückwunsch!
Auf kleine Anerkennungspreise dürfen sich Naqiyah Corghi, Sofia Livaldi (beide 2A RG), Amadeus Wenter (2B RG) sowie Markus Pichler (4A BW) freuen. Gratulation auch an euch!
Ein herzliches Dankeschön gilt unseren Sponsoren, der Therme Meran und der Firma Loacker.

TFO classes met US students from North Carolina

Prof. Tim Nocton from St. Andrews University and some of the students

As has been the case for several years now, TFO classes had the opportunity to get to know college students from the USA and exchange ideas with them. This year , two classes (3 BBW and 4 BBW) visited the 9 students and their professor Tim at Brunnenburg. This was where the group of students stayed  for the majority of their three-month stay. In addition , they also visited some  of Italy’s major cultural cities.
The meeting was first about getting to know each other before our pupils were able to chat with the US guests in small groups. The college students then took our classes on a tour of the Brunnenburg Agricultural Museum. The exhibition displays historical types of work and tools used in farming culture. The tour gives an insight into this largely lost culture and also gives the students the opportunity to test their English skills in everyday life.
On a separate occasion, a 4th grade (4 ABW) guided the college students through our school and showed them around, including the laboratories. Of course, one of the main topics was the differences between the American and Italian school systems. Some of the US students will go into teaching themselves in the future.
The school classes enjoyed the encounters and were happy to meet Americans in person for once. The meeting was organised  as an interdisciplinary collaboration between the subjects of History and English and was supervised by Prof. Katharina Köllemann, Ewald Kontschieder and Stephanie Regele.

Group picture with the US students and class 4 ABW on the roof of our school
Visit to the construction class in the PC room

Süßes genießen ganz ohne Zucker? – Kochworkshop der 2 C TFO

Dass „süß und gesund“ kein Widerspruch sein muss, davon konnten sich die Schülerinnen und Schüler der 2C in einem fächerübergreifenden Projekt überzeugen. Zusammen mit der engagierten Ernährungsberaterin Magdalena Pappalardo und mit den Lehrkräften Marina Schiavone, Lukas Schweigkofler und Beatrix Reichert wurde am 5. Februar der Klassenraum in Teamarbeit in eine großzügige Küche umfunktioniert.
Der Fokus lag in diesen drei Stunden auf dem gemeinsamen Zubereiten von Speisen und auf der Vermittlung gesunder Essgewohnheiten. Süße Gerichte ganz ohne den herkömmlichen Industriezucker herstellen, das war die Herausforderung!
Auf dem Speiseplan stand zuerst ein salziger Aufstrich auf Bohnenbasis, diesem folgten Pancakes, Schokocreme, gefüllte Datteln und Obstsalat. Gesüßt wurde mit reifen Bananen und Datteln.
Alle halfen tatkräftig mit, immer wieder wurde über den tollen Geschmack gestaunt!
Ganz nebenbei sprach die Referentin vom „maßvollen Umgang mit Zucker“. Zuckerkonsum gibt zwar einen Energiekick, der Blutzucker sinkt jedoch schnell wieder und meist sogar unter das ursprüngliche Niveau. Diese Schwankungen des Blutzuckers sorgen für Heißhunger, was wiederum dazu führt, dass man zu einem süßen, meist ungesunden, Snack greift. Zucker ist natürlich nicht giftig, liefert allerdings nur leere Kalorien, enthält also keine Vitamine, Mineralstoffe oder Ballaststoffe.
Neugierig geworden, wie man diesen Teufelskreis durchbrechen kann?
Besucht die 2C TFO im 1. Stock, die Schülerinnen und Schüler erklären und geben euch gerne die einfach umsetzbaren Rezepte.

Rhetoriktag mit tollen Performances

Der Rhetoriktag der 3. Klassen TFO hat am 7. Februar einen bunten Reigen an interessanten und spannenden Referaten in den Mehrzwecksaal gebracht. Die Vorträge waren durchwegs auf einem guten bis sehr guten Niveau und teilweise leidenschaftlich vorgetragen. Vielen Vorträgen merkte man auch die Nähe zum vorgestellten Thema an, was mehr Überzeugungskraft in den Auftritt vor doch beinahe 80 Zuhörerinnen und Zuhörer brachte.
Das Niveau der Vorträge belegete auch das interessierte Publikum, das trotz der langen 5 Stunden Vorträge bis zum Schluss aufmerksam dabei war. Zwischendurch lockerten kurze Lehrvideos und Tipps zum guten Referieren den Rhetoriktag auf.