Meisterwerke der Technik in Südtirol

BildP1030297Vortrag von Witti Mitterer, Direktorin des Kuratoriums für technische Kulturgüter, für die 2. Klassen

Die Wenigsten wissen, dass unsere Heimat Dutzende von technischen Kulturdenkmälern besitzt und vor allem auf zwei Gebieten der Technik weltweit eine Vorreiterrolle einnimmt: Mobilität und Energie. Dies behauptete jedenfalls Witti Mitterer in ihrem Vortrag zum Thema „Technikgeschichte Südtirols“ für die Schüler/innen der zweiten Klassen. Der Vortrag bildete den Auftakt zur Lehrfahrt nach München, wo die Schüler im Deutschen Museum arbeiten werden und das architektonische Meisterwerk des Olympiaparks besichtigen.

„Nicht alles war früher so schlecht“, unterstrich die Direktorin des Kuratoriums für technische Kulturgüter immer wieder. So wurden technische Meisterleistungen erbracht, die uns heute zum Staunen bringen. Der Bau der Brenner-Bahnlinie z.B. beanspruchte nur knapp drei Jahre. Auf dem Gebiet der Stromerzeugung durch Wasserkraft nimmt Südtirol eine Pionierstellung ein. Die ersten großen Kraftwerke weltweit (Kardaun, Reschenwerk, Töllwerk…) wurden bei uns errichtet. Oskar von Miller, unser Schulnamensgeber, war Vorreiter auf dem Gebiet der Elektrotechnik. So verlegte er schon vor rund 100 Jahren die Elektrokabel unterirdisch. Die Kraftwerke selbst stellen eine architektonische Meisterleistung dar; sie wurden so Licht durchflutet gebaut, dass die Arbeiter nicht das Gefühl hatten, untertags zu sein. Pionier war Südtirol auch im Seilbahnbau. Die Kohlerer Bahn soll die erste Personenbahn weltweit sein. Bis heute kommen die größten Seilbahnbauer der Welt (Doppelmayr, Leitner) aus Südtirol.

P1030293Mitterer berichtete auch von den zahlreichen Projekten des Kuratoriums und legte den Schülern ans Herz, die einmaligen Südtiroler Technik-Denkmäler zu erhalten und wertzuschätzen. Schließlich seien sie auch Aushängeschild einer einmaligen Region. Die Kuratoriumsdirektorin lud zum Schluss alle zur Eröffnung der Marlinger „Strompromenade“ ein, die nach Oskar von Miller benannt ist.

Das Neueste aus der Energieforschung

Stefan Stoll während seines Vortrages

Stefan Stoll während seines Vortrages

Stefan Stoll berichtete auf der  „Science Night” im Algunder Thalguterhaus von seiner Forschungsarbeit in den USA

Solarzellen aus Plastik, Lithium-Luft-Batterien und künstliche Photosynthese versprechen neue Möglichkeiten zu sauberer Energiegewinnung. Weltweit wird daran geforscht, darunter ist auch der Algunder Stefan Stoll.

Im Rahmen der traditionellen “Science Night” berichtete der ehemalige Schüler des Meraner Realgymnasiums “Albert Einstein”  von seiner Forschungsarbeit in den USA. Zur Begegnung mit dem jungen Wissenschaftler waren die Schüler der Realgymnasiums und der Technologischen Fachoberschule am Abend nach Algund ins Thalguterhaus gekommen.  Direktor Franz Josef Oberstaller bedankte sich beim Vorsitzenden des Algunder Bildungsauschusses und Vizebürgermeister Martin Geier für die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung des besonderen Schulabends.

Von der Batterie über die Plastiksolarzelle zur Photosynthese

Von der Batterie über die Plastiksolarzelle zur Photosynthese

Wie die unerschöpfliche Energiequelle der Sonne genutzt werden könne, ist die große Herausforderung der Zukunft, erklärte Stoll, der an der Universität Washington in Seattle als Universitätsprofessor für Chemie auf dem Gebiet der Energiegewinnung forscht. Eine neue Lithium-Luft-Batterie verspreche endlich die gewünschten Reichweiten für Elektroautos. Solarzellen aus Kunststoff, die sogar auf Fenster aufgetragen werden, könnten günstig hergestellt und flexibel eingesetzt werden und als Highlight nannte Stoll die Erzeugung von künstlicher Photosynthese, bei der Wasserstoff und Methanol freigesetzt werden.

Chemikergenerationen: Ina Schenk und Stefan Stoll

Chemikergenerationen: Ina Schenk und Stefan Stoll

Den Schülern legte er ans Herz, sich gut auszubilden, die Welt sei klein geworden und alles hänge irgendwie zusammen. Letztlich gehe es darum, dafür Sorge zu tragen, dass der immens steigende Energieverbrauch der Menschen den Planeten nicht zerstöre. Unter den begeisterten Zuhörern am Abend war auch Stolls ehemalige Chemielehrerin Ina Schenk.

Publikum

SCIENCE NIGHT 2014 mit Stefan Stoll

ENERGY SCIENCE – ENERGIEFORSCHUNG

Stefan-StollVortrag und Podiumsgespräch

Referent: Prof. Stefan Stoll
Professor & Forscher an der Universität Washington in Seattle

Ort: Thalguter Haus, Raiffeisensaal, Algund
Datum: Donnerstag, 3. April
Beginn: 19:30 Uhr

knapper. Um den wachsenden Energiebedarf zu decken, bedarf es daher neuer Technologien. Diese können nur durch Zusammenarbeit einer interdisziplinären Gemeinschaft von Wissenschaftlern, Entwicklern und Unternehmern entstehen. Dr. Stefan Stoll wird über die neuesten Entwicklungen aus der Energie-Grundlagenforschung berichten. Zudem wird er anhand seiner Erfahrungen illustrieren, wie Universitäten und Forschungsinstitutionen in den USA funktionieren und welche Faktoren zu deren Erfolg beitragen.

Dr. Stefan Stoll stammt aus Algund und ist Absolvent des Realgymnasiums Meran. Nach Studien in Graz, Zürich, Israel und Kalifornien ist er derzeit Professor für Chemie an der University of Washington in Seattle in den USA.

Organisation: Realgymnasium ‚Albert Einstein’ Meran – Technologische Fachoberschule ‚Oskar von Miller’ Meran in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Algund

Traditioneller Theatertag der zweiten Klassen mit “Tschick”

VBB_TSCHICK_Schaaf_Verdorfe_webFür den heurigen  Theatertag der 2. Klassen wählte die Fachgruppe Deutsch das Jugendstück „Tschick“ nach dem gleichnamigen  Bestseller-Roman von Wolfgang Herrndorf. Am vergangenen Dienstag wurde es in der EURAC in Bozen aufgeführt. Die Zweitklässler, welche im Deutschunterricht den Roman bereits gelesen hatten, zeigten sich sichtlich angetan von der Geschichte um Maik und Tschick. Auch wenn die EURAC nicht unbedingt der beste Ort für Theateraufführungen ist, überzeugten die schauspielerischen Leistungen von Marco Schaaf (er spielte Maik Klingenberg), Hanno Waldner (Tschick), Karin Verdorfer (Isa), Katja Lechthaler und Peter Schorn. In das Stück führte zuvor Elisabeth Thaler die Schüler ein, sie arbeitet als Dramaturgin bei den Vereinigten Bühnen. Mit Verspätung kamen die drei Klassen allerdings nach Meran zurück und mussten eine verkürzte Mittagspause in Kauf nehmen. Begleitet wurden sie von den Lehrpersonen für Deutsch Gerda Crepaz, Ruth Innerhofer, Astrid Canins und Josef Prantl

Landesmeisterschaft Bouldern

U.a. die Landesmeister: Jana Heinz, Valentina Platzer und Lea Nicli

Landesmeister in der Mannschaftswertung

Ende März nahmen zwei Schüler und fünf Schülerinnen an der Landesmeisterschaft im Bouldern teil. An neun Blöcken zeigten sie ihr Können und versuchten sie, Boulder in den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu klettern.

Im ersten Durchgang boulderten Theodor Knappe und Benjamin Illmer. Trotz des sehr starken Teilnehmerfeldes konnten sie gute Ergebnisse erzielen. Theodor kletterte auf den 16. und Benjamin auf den 20. Rang.

CIMG0711_webBei den Mädchen wurde es dann sehr spannend, unsere Schülerinnen mischten nämlich bei der Entscheidung um die vorderen Ränge mit. Jana Heinz konnte bei neunzehn Bouldern den Topgriff erreichen, landete auf dem zweiten Platz und wurde somit Vize-Landesmeisterin. Auch die weiteren Mädchen kletterten stark. Valentina Platzer landete auf dem hervorragenden fünften Platz, Lea Nicli auf Platz sechs und Kathrin Bernhart erreichte den 17. Rang.

Arianna Bonazza  zeigte auch eine gute Leistung. Sie verfehlte nur knapp eine Medaille und landete  in der Kategorie der Juniorinnen auf dem vierten Rang.

Aufgrund ihrer guten Leistungen schafften die Mädchen den Gesamtsieg in der Mannschaftswertung und konnten sich somit den Landesmeistertitel holen. Gratulation!